Wildpferde schützen - Natur erhalten

Im Mittelpunkt des Naturschutzes im Merfelder Bruch steht seit jeher der Erhalt der Dülmener Wildpferde und ihres ursprünglichen Lebensraums. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts erkannte Alfred Herzog von Croÿ die besondere Bedeutung der freilebenden Herde und stellte das Gebiet unter privaten Schutz. Diese vorausschauende Entscheidung bildet bis heute die Grundlage für den Fortbestand der Wildpferde. Die Herde lebt das ganze Jahr über nahezu ohne menschliche Eingriffe in der natürlichen Umgebung des Merfelder Bruchs. Sämtliche Maßnahmen im Gebiet verfolgen das Ziel, die ursprünglichen Lebensbedingungen der Tiere zu bewahren und gleichzeitig die natürliche Entwicklung der Landschaft zu ermöglichen. So entsteht ein sensibles Gleichgewicht zwischen Naturschutz, Tradition und gewachsener Kulturlandschaft. Seit 1956 steht der Merfelder Bruch offiziell unter Naturschutz. Im Zentrum aller Schutzmaßnahmen steht dabei der Erhalt eines Lebensraums, der den besonderen Ansprüchen der Dülmener Wildpferde gerecht wird und ihnen auch künftig ein naturnahes Leben ermöglicht. Darüber hinaus bietet der Merfelder Bruch zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Heide- und Bruchlandschaften, Wasserflächen, Gräben, Wälder und alte Eichenbestände prägen das Gebiet und schaffen vielfältige Rückzugsorte für Vögel, Insekten und andere Wildtiere. So ist der Merfelder Bruch heute ein einzigartiges Zusammenspiel aus Natur- und Kulturlandschaft, in dem biologische Vielfalt geschützt und zugleich erlebbar wird.

(C) Herzog von Croÿ'sche Verwaltung | Fotos: Fabian Simons